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Eintopf!Helm

YAMAHA SRX 600


Der Kurvenfresser

Leicht, tiefer Schwerpunkt, Super-Sound, diese Eigenschaften der SRX 600 hatten mich immer schon begeistert. Das erste Mal fiel mir dieser Kurvenfresser beim Fischereihafen-Rennen in Bremerhaven auf, eine Rennstrecke auf der die SRX ihre Stärken ausspielen konnte. Um es gleich vorweg zu sagen, keine der anderen hier beschriebenen Motorräder kann der SRX im Punkt Kurvenhandling das Wasser reichen. Diese Super-Single setzte Maßstäbe für die Kurvenhatz.

Die "Super Single" Motorblock

Mit der SRX 600 hatte YAMAHA ein Motorrad auf die Räder gestellt, welches maximalen Fahrspaß bietet und einen optisch ästhetischen Leckerbissen darstellt. Ihr Konzept war in jeder Hinsicht modern, ihr Styling zeitlos-klassisch.

Der Motor der Yamha SRX 600 ist eine Hochleistungs-Variante des bewährten XT 600 4-Takt-Triebwerks. Der Hubraum beträgt 608 cm³. Die 4 Ventile werden über eine obenliegende Nockenwelle betätigt.

Mit seiner Doppelvergaseranlage entwickelt dieser "Super-Single" ein Drehmoment, das jeden Liebhaber von Einzylinder-Motoren einfach begeistern muss. Ganz besonders wohl fühlt sich die SRX 600 auf kurvenreichen Landstrassen, wo sie selbst hubraumstärkeren Supersportmaschinen deutlich überlegen ist.
Die Verwendung von Kunststoffteilen wurde bei der SRX 600 auf ein absolutes Minimum reduziert. Durch den eleganten Tank wirkt das Motorrad insgesamt sehr schlank und gestreckt.

Technische Daten     

Vorderrad
Motor/Bauart.................... 1-Zyl. 4-Takt. OHC 4 Ventile
Hubraum.......................... 608 cm³
Bohrung X Hub ................. 96,0 x 84,0 mm
Max. Leistung (DIN) .......... 33,2 kW (45 PS) bei 6.500 U/min
Max. Drehmoment (DIN)...... 50,9 Nm (5.2 mkp) bei 5.500 U/min
Schmierung...................... Trockensumpf-Schmierung



Hinterrad
Zündung / Starter................. CDI / Kick
Kraftstofftank-Inhalt............. 15,0 lt.
Getriebe.............................. 5-Gang
Gesamtlänge / Breite / Höhe... 2.085 / 705 / 1.055 mm
Radstand / Bodenfreiheit........ 1.385 / 145 mm
Leergewicht......................... 149 kg
Bremsen (vorn - hinten) ........ Doppelscheibe - Scheibe
Reifengrösse (vorn - hinten).... 100/80-18 - 120/80-18

Bildergalerie

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  1. Lenker

  2. Vorderrad

  3. Motor

Motor
  1. Hinterrad

  2. Tank

  3. Rücklicht

Fotos YAMAHA

Der Quälgeist

Sie hatte aber auch einen gravierenden Nachteil, war der Motor richtig schön warmgelaufen wollte sie einfach nicht mehr anspringen. Ein Beispiel dazu, über das ich erst nach Tagen selber lachen konnte, war ein herrlicher Sommertag. Auf der Rückfahrt von Cuxhaven musste ich die Fähre benutzen, es war Ebbe und die Rampen entsprechend steil und lang. An der Anlegestelle ging das Drama dann los: Hochsommer, schwarze Lederklamotten, Kickstarter und die SRX 600.

Es war nichts zu machen, ich musste sie die steile und lange Rampe raufschieben, glücklicherweise wiegt die SRX "nur" 3 Zentner, aber auch die spürt man. Oben angekommen hatte ich eine ganz goldige Idee, ich ließ sie wieder runter rollen um sie anzulassen, mit dem Ergebnis sie ein zweites Mal die Rampe hochwuchten zu müssen. Vollkommen durchgeschwitzt, total außer Atem und eine unglaubliche Wut im Bauch (auf mich selbst), musste ich erst einmal eine 15minütige Pause einlegen. Und dann? Na ganz einfach, Zündschlüssel rein, Kickstarter raus, einmal kräftig getreten und sie lief wieder.

Eisheilige

Mit der SRX 600 hatte ich 2 Unfälle zu beklagen, natürlich trägt an Unfällen auch der Fahrer immer eine gewisse Schuld, nur fällt es oft schwer es sich auch einzugestehen. Es war an einem Wintertag in einer schönen Rechtskurve als bei Tempo 120 km/h Vorder- und Hinterrad gleichzeitig die Haftung verloren und ich genau zwischen zwei entgegenkommenden Autos in den nächsten Jägerzaun rutschte. Die Eigentümerin des Jägerzauns versorgte mich noch mit einem starken Kaffee bevor ich, den Scheinwerfer unter dem Arm, mit verbogener Gabel gaaanz langsam nach Hause fuhr. Sie ahnen es schon, der Grund für den Abflug war Straßenglätte, der Grund für die Heimfahrt auf einer nicht mehr verkehrstüchtigen Maschine führe ich auf den Schock zurück.

Bockig

Der zweite Unfall besiegelte dann das Schicksal der SRX 600, der Motor war noch ok, der Rest aber Schrott und das kam so. Eine schnurgerade Landstrasse aus Betonplatten, kein Verkehr weit und breit. Bei 130 km/h fängt der Lenker plötzlich an zu schlackern, erst nur ganz wenig, dann immer mehr, bis er und das Vorderrad heftigst nach rechts und links ausschlugen und ich in hohem Bogen von der Maschine flog. Ich weiß noch das ich mir während der "Flugphase" immer wieder sagte "locker bleiben". Sich mehrmals überschlagend landete die Maschine im rechten Grünstreifen und ich im linken. Diesmal liess ich die Maschine bei einem Bauern unterstellen und selber fuhr ich mit einem Taxi zur ambulanten Behandlung ins Krankenhaus. Mein Körper war mit Prellungen und Blutergüssen übersät, die Verbrennungen schmerzten wie Teufel.

Zwar hatte ich meine Lederjacke an aber, es war Sommer, nur eine Jeans und Turnschuhe. Die Lasche des rechten Turnschuhs war im Spann eingebrannt und musste operativ entfernt werden. Für die restlichen Verbrennungen an den Beinen war die Jeans verantwortlich. 14 Tage häusliche Pflege brachten mich wieder auf den Damm, doch ohne Lederstiefel und -hose bin ich nie wieder Motorrad gefahren und ja, ich habe mich mehrmals bei meinen Schutzengeln bedankt.

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